Transident

Mein Blog über Transidentität (Transsexualität)

Deutsche Bischofskonferenz gegen gleichgeschlechtliche Ehe

| Keine Kommentare

Wie das Onlinemagazin queer.ch berichtet rügte Kardinal Marx gemeinsam mit mehreren anderen Bischöfen die Forderungen des Zentralkomitees, dass insbesondere das Familienrecht einer Modernisierung bedürfe.

Im Zuge einer kirchlichen Vollversammlung wurde die Forderung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) laut, dass es auch die Aufgabe der Kirche sei, die gleichgeschlechtliche Ehe anzuerkennen und Mitglieder der LGBT-Community zu begleiten.

Laut dem deutschen Kardinal Marx sei die Forderung nach einer kirchlichen Öffnung der gleichgeschlechtlichen Ehe schlichtweg „nicht akzeptabel“. Zwar enthalte die Forderung nach einer Modernisierung des Familienrechts durchaus auch erfreuliche Passagen, doch die Haltung der Kirche gegenüber LGBT-Mitgliedern bedürfe keinerlei Modernisierung, da die Öffnung der gleichgeschlechtlichen Ehe aus theologischer Sicht nicht haltbar wäre. Vielmehr sei die Segnung derartiger Partnerschaften und Eheschliessungen mit den Traditionen und der Lehre der Kirche unvereinbar. Der Dialog über diese Thematik könne nicht vorschnell geführt werden.

Aussergewöhnlich ist allerdings, dass es unlängst die deutsche Bischofskonferenz gewesen ist, die den Dialog mit dem Vatikan bezüglich Modernisierungen gesucht hatte. Erst kürzlich wurden im Rahmen der künftigen Familiensynode des Vatikans Gläubige aller Bistümer aufgefordert, ihre Sichtweise der aktuellen Familienpolitik nebst Sexualmoral der Kirche zu artikulieren. Zahlreiche Gläubige nutzten diese Gelegenheit, um sich aktiv für die Segnung homosexueller Paare auszusprechen, was jedoch bei Weitem nicht bei jedem Bischof auf Gegenliebe stiess.

So äusserte sich auch Stefan Oster, seines Zeichens Bischof in Passau, öffentlich ablehnend gegenüber diesem Ansinnen. Via Facebook liess Oster verlauten, dass er nicht verstehen könne, warum der Geschlechtsverkehr ausserhalb der Ehe als Segen betrachtet werden sollte. Immerhin lehrte der kirchliche Glaube 2000 Jahre lang genau das Gegenteil. In der kirchlichen Offenbarung werde lediglich die Sexualität zwischen einem Mann und einer Frau als legitim angesehen, jegliche andere Form müsse somit zwangsläufig als „Unzucht“ bewertet werden. Menschen, die sich derartig verhalten, müssten zwar seelsorgerisch begleitet werden, dürften jedoch nicht auch noch von der Kirche gesegnet werden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.