Transident

Mein Blog über Transidentität (Transsexualität)

Der seelische Schmerz… Bis hin zur letzten Konsequenz

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Ein Thema auf das ich immer wieder in Kontext der Transidentität stosse ist die Suizidrate bei Trans_Menschen. Es gibt offenbar unzählige Statistiken, die dieses Thema zu hinterfragen versuchen. Die Zahlen dieser Studien und der daraus resultierenden Statistiken sind aber sehr widersprüchlich. Wenn es nach den Zahlen dieser Statistiken geht ist die Suizdrate bei Trans_Menschen zwischen 30% bis hin zu schwindelerregenden 80%.

Nun kann man wie dies andern Ortes im Internet gemacht wird über diese Zahlen streiten. Mit diesem Beitrag möchte ich unbedingt das Gegenteil erreichen.

Denn spielt es wirklich noch ein Rolle ob es nun 30% oder 80% sind? Diese Zahlen sind im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 0.0175%  selbst im optimalsten Fall so unglaublich hoch, dass es mich bei meinen Nachforschungen sehr nachdenklich machte…

Den Hintergrund dieser Tragik kann ich als Trans_Frau nur bestens selbst nachvollziehen. Der seelische Schmerz, die Ängste, und die Hoffnungslosigkeit welche ich bis jetzt erlebt habe lässt mich selbst an der dunkelsten all dieser Statistiken nicht zweifeln.

Wie Coco angeblich damals als sie noch lebte einmal in einem Interview sagte sei ihre grösste Leistung, dass sie noch am leben sei.

Dies erinnert mich an ein wenig an eine meiner Antworten welche ich immer einmal wieder auf die Frage wie es mir geht zu geben pflege: „Es ist Dienstag um 08:30… Und ich bin immer noch da!“ (Der Wochentag und die Uhrzeit sind natürlich jeweils unterschiedlich…)

Der Verlustschmerz nie, aber auch wirklich unter keinen Umständen einen genetisch weiblichen Körper zu haben und das ganze Leben nochmals mit dem richtigen Geschlecht erleben zu dürfen ist manchmal überwältigend gross.

Hinzu kommt das was meine liebe Frau „Fremdleben“ nennt. Ich schaue ganz abwesend CIS (genetischen) Frauen nach und lebe mich in diesem Moment so stark in sie hinein um möglichst alle Mimischen, Gesten und Gefühle aufzunehmen, als wäre ich diese Person selbst… Nur um einen Hauch Weiblichkeit leben zu können… Bis ich mich wieder in meinen goldenen Käfig zurückziehe.

Dann noch die ganzen Blicke, Worte und Reaktionen der lieben Mitmenschen, mit welchen ich tagtäglich umzugehen und wegzustecken habe.

Ja, es tut manchmal so weh, das ich ebenfalls nicht mehr will… Aber ich hoffe nur, dass ich die Hoffnung auf ein normales Leben nicht verliere!

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