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Buchrezension – Telefonate mit Denise – Eine Transsexuelle erzählt ihr Leben von Jana Henschel und Denise Cline

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Das Buch Telefonate mit Denise – Eine Transsexuelle erzählt ihr Leben von von Jana Henschel und Denise Cline ist eine sehr gefühlvoll und authentisch geschriebene Biographie. das Buch vermochte mich zu fesseln wie nur wenige andere Biographien von Trans_Menschen. Vielleich auch deshalb, weil ich mich in vielen Teilen selbst wiedergefunden habe.

Entsprechend emotionell berührt habe ich das Buch dann auch gelesen. Auch die Art des Erzählens in Form der Telefongespräche ist bemerkenswert gelöst und trägt zum Tempo im Buch bei.

Dies hat zwar nur indirekt mit dem Buch zu tun, aber während dem Lesen dieses Buches kamen mir bei bestimmten Szenen plötzlich Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend hoch, welche ich offenbar ganz ganz tief in meinem Bewusstsein vergraben habe. Dies ist mir bis jetzt noch nie, auch nur annähernd passiert! Diese hochgekommenen Erinnerungen, welche ich offenbar zum Schutz verdrängt habe bin ich auch jetzt noch dabei diese entsprechend zu verarbeiten… Aber darüber berichte ich vielleicht irgendwann in einem Beitrag hier auf der Seite.

Ich möchte Denise und Jana an dieser Stelle für Ihr äusserst spannendes und sehr empfehlenswertes Buch „Telefonate mit Denise – Eine Transsexuelle erzählt ihr Leben“ danken.

Meine Bewertung: 4.75 / 5

Weitere Rezension (Quelle: Amazon)

Zwei Frauen telefonieren Nacht um Nacht. Die eine stellt Fragen und hört wie gebannt zu. Die andere erzählt von ihrem unglaublichen Leidensweg. Sie heißt Denise – und war früher ein Mann. Im falschen Körper geboren, versucht sie 35 Jahre lang unter Qualen, sich mit ihrer fremden Hülle zu identifizieren. Bevor sie endlich die Einsicht und den Mut fand, alles zu ändern – und ganz zur Frau wurde. In Telefonaten schildert die transsexuelle Denise der Journalistin Jana Henschel ihre Geschichte. Sie berichtet von dem Tag, an dem der kleine Mike bei Oma erstmals heimlich Strumpfhosen trägt. Vom missglückten Versuch, später eine Freundin zu haben. Von der vergeblichen Suche nach sich selbst in der Schwulenszene. Vom Mobbing, als er plötzlich in Frauenkleidern zur Arbeit kommt. Vom Tag der Operation, an dem der Penis zur Vagina wird. Sowie vom Glücksgefühl, endlich Brüste zu haben – und Sex mit Ehemann Joseph. Eine ungewöhnliche Biographie, mit der Denise zwei Dinge erreichen will: Sie will zeigen, dass es sich auch in der größten Verzweiflung lohnt, immer wieder aufzustehen, um seinem Ziel entgegenzugehen. Und sie kämpft für Verständnis, damit Transsexuelle wie sie endlich ohne Vorurteile leben können. Und zwar als das, was Denise immer sein wollte: als Frau. Zwischen den sehr persönlichen Telefonaten kommen Begleitpersonen aus dem Leben von Denise zu Wort: eine Schulfreundin, der Psychotherapeut, der Denise begleitete, die auf Geschlechtsangleichungen spezialisierte Chirurgin, die Denise operiert hat, außerdem die Mutter und natürlich Ehemann Joseph. Die Journalistin Jana Henschel hat Denise kennengelernt, als sie für einen Artikel zum Thema Transsexualität recherchierte. So viele Fragen sind offen geblieben – Fragen von Frau zu Frau: Kann ein Mann wirklich ganz zur Frau werden? Kann er auf Dauer genauso weich sein, so fühlen, so denken, so angeschaut werden, so Sex haben wie sie? Oder bleibt er am Ende doch nur ein kastrierter Mann, den alle merkwürdig finden? Sie ruft Denise noch mal an. Ab da telefoniert sie jede Nacht mit ihr. Denn das Leben, in das sie eintaucht, ist eine spannende, fremde Welt …

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